Panikattacken

Wenn die Partnerin eine Panikattacke hat: So unterstützt man richtig

· iyiyim-Team · 6 Min. Lesezeit

Wenn deine Partnerin eine Panikattacke durchlebt, kann das für euch beide überwältigend sein. Das Gute ist: Es gibt konkrete, wissenschaftlich gestützte Wege, wie du in solchen Momenten sinnvoll unterstützen kannst. Mit etwas Verständnis und den richtigen Handgriffen wirst du zur wichtigsten Ressource deiner Partnerin.

Bleib selbst ruhig und präsent

Das Wichtigste ist, dass du deine eigene Nervosität unter Kontrolle hältst. Panikattacken sind ansteckend – wenn du angespannt und verängstigt wirkst, kann sich das auf deine Partnerin übertragen und ihre Angst verstärken. Versuche, bewusst ruhig zu atmen und eine stabile Präsenz auszustrahlen. Deine Ruhe signalisiert ihr unbewusst: "Das ist sicher. Ich bin hier."

Physische Nähe kann beruhigend wirken, aber respektiere ihre Grenzen. Manche Menschen mögen während einer Panikattacke Körperkontakt, andere nicht. Eine ruhige Hand auf der Schulter oder das bloße Dasein in einem sicheren Abstand können beide hilfreich sein.

Das richtige Was und Wie sagen

Deine Worte zählen. Vermeide diese Fehler:

Besser wirken diese Ansätze:

Aktiv unterstützen: Praktische Techniken

Wenn deine Partnerin offen dafür ist, könnt ihr gemeinsam einfache Bewältigungsstrategien nutzen:

Box-Atmung: Führt sie an, langsam für vier Counts einzuatmen, vier Counts zu halten, vier Counts auszuatmen und vier Counts zu warten. Macht das gemeinsam – deine Atmung wird zum Anker.

Erden (Grounding): Helfe ihr, zur Gegenwart zurückzukehren. "Was kannst du jetzt sehen, hören, fühlen?" Diese sensorischen Fragen lenken die Aufmerksamkeit weg von der inneren Angst.

Sichere Umgebung schaffen: Wenn möglich, einen ruhigen Raum aufsuchen, Lichter dimmen, störende Reize minimieren.

Nach der Panikattacke: Nachsorge

Panikattacken hinterlassen oft Erschöpfung und Scham. Deine Partnerin könnte sich beruhigt oder emotional ausgelaugt fühlen. Hier ist deine Rolle:

Denke auch an dein Wohlbefinden

Unterstützende zu sein ist erfüllend, kann aber auch emotional anstrengend sein. Es ist völlig normal, dass dich die Panikattacken deiner Partnerin auch belasten. Sprich mit Freunden, informiere dich weiter über Angststörungen und vergiss nicht: Du kannst ihr helfen, aber du bist nicht verantwortlich für ihre Heilung. Diese Verantwortung liegt bei professionellen Fachleuten.

Wenn deine Partnerin regelmäßig Panikattacken erlebt, können therapeutische Apps wie İyiyim ein wichtiger zusätzlicher Baustein sein. Die App bietet praktische Techniken und ein Tagebuch, das euch beide hilft, Muster zu erkennen. Erkundet gemeinsam app.iyiyim.org – es könnte euer Zusammenleben deutlich erleichtern.

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