Panikattacken

Erste Panikattacke: Was passiert jetzt? Ein Leitfaden für den nächsten Schritt

· iyiyim-Team · 6 Min. Lesezeit

Sie haben gerade Ihre erste Panikattacke erlebt – und fragen sich nun, was als Nächstes kommt. Das ist völlig normal. Eine Panikattacke kann sich überwältigend anfühlen, mit intensiven körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel. Aber hier ist das Wichtigste: Das, was Sie erlebt haben, ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich – und es gibt konkrete Schritte, die Ihnen jetzt helfen können.

Was passiert in Ihrem Körper während einer Panikattacke?

Während einer Panikattacke aktiviert Ihr Nervensystem die sogenannte "Kampf-oder-Flucht"-Reaktion. Dies ist eigentlich ein Schutzmechanismus, der in echten Gefahrensituationen hilfreich ist. Bei einer Panikattacke wird dieses System jedoch überempfindlich aktiviert, obwohl kein reale Bedrohung vorhanden ist.

Dies führt zu einer Kaskade körperlicher Reaktionen:

Das Verständnis dieser Reaktion ist bereits ein wichtiger Schritt – denn Ihre Symptome sind Ihre Körpers natürliche Reaktion, keine Zeichen einer ernsthaften Erkrankung.

Unmittelbare Maßnahmen nach Ihrer ersten Panikattacke

Sprechen Sie mit jemandem vertrautem: Das Wichtigste ist, sich nicht allein zu fühlen. Erzählen Sie einem nahen Freund oder Familienmitglied, was passiert ist. Manchmal hilft es einfach, darüber zu sprechen.

Besuchen Sie einen Arzt: Ein medizinischer Check-up kann Sie beruhigen und andere Ursachen ausschließen. Ihr Arzt kann auch beurteilen, ob Sie professionelle Unterstützung benötigen.

Vermeiden Sie Überreaktion: Es ist verlockend, die Dinge zu vermeiden, die die Attacke ausgelöst haben. Aber Vermeidung verstärkt oft die Angst vor zukünftigen Attacken. Versuchen Sie stattdessen, Ihre normalen Aktivitäten fortzusetzen.

Langfristige Strategien zur Bewältigung

Atemtechniken erlernen: Langsame, tiefe Atmung ist einer der wirkungsvollsten Wege, Ihr Nervensystem zu beruhigen. Die 4-7-8-Atemtechnik (4 Sekunden einatmen, 7 halten, 8 ausatmen) kann während einer Attacke helfen.

Regelmäßige körperliche Aktivität: Bewegung reguliert Ihr Nervensystem und reduziert Angst langfristig. Schon 20-30 Minuten tägliches Gehen können einen Unterschied machen.

Schlaf und Ernährung optimieren: Schlafmangel und zu viel Koffein können Panikattacken wahrscheinlicher machen. Achten Sie auf regelmäßigen Schlaf und gemäßigten Koffeinkonsum.

Professionelle Hilfe suchen: Ein Therapeut kann Ihnen evidenzbasierte Techniken wie kognitive Verhaltenstherapie (KVT) beibringen, die besonders wirksam gegen Panikstörungen sind.

Was Sie nicht tun sollten

Ihre erste Panikattacke ist ein Anfang, keine Definition Ihrer Zukunft. Mit den richtigen Werkzeugen und Unterstützung können Sie lernen, mit Angst umzugehen und Ihre Lebensqualität zurückzugewinnen.

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